21. Juli 2019

Lebensretter

Die junge Ausbilderin weist die Teilnehmer im Erste-Hilfe-Kurs darauf hin, dass sie die verletzten Personen ansprechen sollen, einfach mit ihnen reden und sie aufmuntern. Der Erste-Hilfe-Kurs dauert den ganzen Tag. Vom richtigen Absetzen des Notrufs, der Herz-Lungen-Wiederbelebung bis zur stabilen Seitenlage üben wir viele mögliche Notfälle.

Immer wieder ruft die Ausbilderin zwischen die Übungen: „Und aufmuntern!“ „Und wie soll das gehen, aufmuntern?“ fragte einer der Teilnehmer ratlos, als er gerade angestrengt versucht, einen Verband anzulegen.

Da wird es still im Raum. Die Ausbilderin schaut überrascht in die Runde und sagt: „ Aufmuntern eben, mit der Person reden, nach dem Namen fragen, einfach da sein, Mut machen, durchhalten, da bleiben, langsam reden, vorsichtig berühren ….“

Beim Erste-Hilfe-Kurs im Forum St. Peter habe ich viel gelernt, vor allem selber mutig zu sein und sich verantwortlich zu fühlen, wenn jemand Hilfe braucht. Aber auch wie wichtig in Notsituationen Nähe ist.

„Gott, der Herr, gab mir die Zunge eines Jüngers / einer Jüngerin, damit ich verstehe die Müden zu stärken durch ein aufmunterndes Wort.“ (Jes. 50,4)

„Jeder kann Leben retten“, sagte die Ausbilderin. Jeder hat eine Zunge bekommen und jeder Mensch trägt Verantwortung für seinen Nächsten.

Sie sind jetzt „Lebensretter“ ermutigt sie am Ende des Tages die Teilnehmer*innen und diese Ermutigung möchte ich an Sie weiter geben.

Aufmuntern, sich verantwortlich fühlen geht immer.

Aus dem Forum St. Peter

Michael Heyer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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