11.4.2021

Auferstanden! Und jetzt?

 Er ist nicht tot, Gottes Sohn hat den Tod besiegt. Das Leben triumphiert. Die Botschaft von Ostern ist laut, mutig, lebensbejahend, begeisternd. Aber droht sie nicht allzu schnell wieder zu verhallen, wenn der Alltag wieder einkehrt? Dann, wenn wir feststellen, dass der Tod und all seine Brüder und Schwestern trotzdem immer noch Teil unseres Lebens sind. Weil eben trotz Ostern trotzdem nicht einfach alles gut ist.

Ostern macht Mut und doch bleibt die Botschaft ambivalent. Es ist ein schon und ein noch nicht zugleich. Jesus ist auferstanden, der Tod hat nicht das letzte Wort in seinem und in unserem Leben. In den österlichen Momenten unseres Lebens können wir dies schon jetzt ganz konkret erfahren. Aber ebenso sind diese Momente noch nicht dauerhaft. Sie sind flüchtig wie der Auferstandene selbst zuweilen.

Daher rührt die Sehnsucht, diese Momente und den Auferstandenen festzuhalten, sie einzufangen. Dies ist nur menschlich und Gott weiß das, weswegen er sagt: Halte dich an mir fest. Halte an der österlichen Hoffnung fest. Halte dich fest an den österlichen Momenten deines Lebens, auch wenn sie alle flüchtig bleiben. Denn: Der Moment der ewigen österlichen Freude, den du nicht mehr festhalten musst, er wird kommen.

Halleluja!

Benedikt Feldhaus