Vier Begriffe können gut umschreiben, was das neue Forumshaus sein will:

Ein „Gasthaus“ für Menschen in schwierigen Lebenssituationen wollen wir sein – zusammen mit den im Haus befindlichen Institutionen. Unterstützung, konkrete Hilfestellung und Beratung wird gegeben, so gut es möglich ist; das heißt, Menschen werden hier begleitet, ihren Erfahrungen standzuhalten und diese in einen größeren Zusammenhang zu stellen. Wir möchten Vertrauen in das Leben stärken und den aufrechten Gang stärken und in der Erfahrung begleiten, dass das Leben oft mehr Fragen als Antworten kennt. Alles, was das Leben an Anfragen stellt, darf seinen Platz haben und hat seine Berechtigung.

Einen „Rastplatz auf Zeit“ bieten wir an.  Das heißt z.B. einen Haltepunkt für den modernen „Nomaden“, der täglich die Erfahrung macht, dass Wohn-, Arbeits- und Lebensort für ihn nicht mehr identisch sind. Zu lernen ist dabei für uns die Kunst, neu Ankommende gerne aufzunehmen und Weitergehende dankbar zu verabschieden.  Dazu gehört auch das Projekt „Stille in Oldenburg“, das wir in den Blick nehmen wollen: das bewusste und gezielte Schweigen, den Weg der Kontemplation im Alltag, die Stille einzuüben – eine vergessene Lebenskunst. Und: Geistliche Begleitung als Ermutigung auf der Suche nach dem eigenen Weg.

Das FORUM versteht sich drittens als „Netzwerk und Netzwerker“. Im Geist des Evangeliums suchen wir den Dialog mit Gesellschaft, Kultur, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft – und mischen uns auf unsere Art ein in das Leben in der Stadt. Wir suchen gezielt die Kooperation mit kirchlichen und nichtkirchlichen Gruppierungen – mit Blick auf ein gemeinsames Ringen um die Grundlagen einer Zukunft in Frieden und Gerechtigkeit. (Zu nennen ist z.B. die Klima-Allianz Oldenburg, in der wir aktiv mitmachen, oder das Projekt KOMM: Kirchen in Oldenburg machen mobil, um die Armen der Stadt mehr in den Blick zu rücken) Wir wünschen auch den Dialog mit Menschen der Kulturszene und mit Menschen anderer Kulturen und Religionen.

Und viertens: Das FORUM will eine „Werkstatt“ sein, in der gemeinsam gearbeitet wird für ein gutes Leben in der Stadt, für eine gerechtere und friedvollere Stadt und Welt und für die bleibende Bewohnbarkeit unserer Erde. Hier werden wir in Zukunft mit den verschiedenen Institutionen noch weitere Berührungspunkte entwickeln.

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