Sonntag, 7. Juni 2026
12 Uhr | Forum St. Peter
Eine Matinée mit Prof. Dr. Meron Mendel, Frankfurt
Moderation: Peter Meiwald, Vorsitzender der Europäischen Föderalisten OL
Der israelisch-palästinensische Konflikt befindet sich seit dem 7. Oktober 2023 auf einem neuen Tiefpunkt. Für viele Menschen auf beiden Seiten bedeutet das Leben vor allem eines: das Überleben von einer Katastrophe zur nächsten, von einem Krieg zum anderen. Hass, Gewalt, tiefes Misstrauen und der fehlende politische Wille zu einer friedlichen Lösung prägen die Gegenwart.
Und doch bleibt Frieden die einzige realistische Perspektive, um den Kreislauf der Zerstörung zu durchbrechen. In Israel und Palästina gibt es weiterhin Initiativen und Menschen, die trotz allem an Verständigung, Zusammenarbeit und gemeinsamen Zukunftsperspektiven festhalten. Sie zeigen: Es braucht Empathie für die Ängste, Traumata und das Leid auf beiden Seiten. Es braucht Dialog – jenseits einer Polarisierung zwischen kritikloser Solidarität mit der einen und pauschalisierender Verurteilung der anderen Seite.
Welche Wege zu einem dauerhaften Frieden sind heute überhaupt noch denkbar? Welche politischen Konzepte könnten tragfähig sein? Und welche Rolle kann Deutschland in dieser Debatte und in möglichen Friedensprozessen übernehmen?
Meron Mendel ist Historiker, Pädagoge, Professor für Soziale Arbeit und Direktor der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt. Er ist in Israel geboren und forscht zu Antisemitismus, Erinnerungskultur und Migration. Ihm und seiner Frau wurde 2025 für ihr Engagement für Dialog, Demokratie und Menschenrechte die renommierte Buber-Rosezweig-Medaille vom Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und das Bundesverdienstkreuz verliehen.
Mitträger-Organisationen: Caritasverband Oldenburg-Ammerland, Cine k OL, Europäische Föderalisten OL, Ev.-Luth. Kirche in OL – Referat Kirche und Gesellschaft, FORUM St. Peter OL, Friedensforum Varel, Jerusalems Verein OL, MISEREOR, Ökumenisches Zentrum OL, pax christi OL, Volkshochschule OL, Werkstatt Zukunft OL
Unser Anliegen mit dieser Veranstaltung – kurz zusammengefasst:
Wir wollen Personen aus beiden Konfliktseiten in Israel und Palästina zu Wort kommen lassen und ihnen zuhören; diese setzen sich ein für gerechten Frieden und gegenseitige Anerkennung. Wir sind überzeugt: Solche Stimmen brauchen Orte und Zeiten, um uns Anteil zu geben an ihren konkreten Lebenserfahrungen zu den Verhältnissen in Palästina und Israel.
Wir unterstützen all diejenigen in Israel und Palästina, die sich weigern, Feind zu sein und andere als ihre Feinde anzusehen, die sich also Hass, der Logik von Vergeltung und Rache entgegenstellen und nach Verständigung, nach gewaltfreien Auswegen und Versöhnungswegen suchen.
Wir verschließen unsere Augen nicht davor, was an Terror, Krieg, Gewalt und Verletzung in Israel und Palästina geschieht. Wir möchten die Teile der israelischen und palästinensischen Zivilgesellschaft stärken, die für
Versöhnung, Entfeindung, Befreiung von Gewalt eintreten.