Dauerfrost

Der Boden ist hart.
Seit Tagen. Vielleicht Wochen.
Nichts dringt ein. Nichts kommt heraus.
Kein Regen, kein Keim, kein Gespräch.
Die Welt scheint angehalten – in einer Kälte,
die sich nicht nur draußen festgesetzt hat.
Dauerfrost macht starr, macht stumpf, macht müde.
Und doch: Unter dem Eis ruht Leben.
Versteckt, geduldig, wartend.
Nicht tot. Nur still.
Vielleicht braucht es genau diese Zeit,
um nicht weiter blind voranzustolpern.
Sondern zu erkennen,
was trägt – wenn nichts mehr taut.
Wer bleibt – wenn es friert.
Und dass sogar der Frost ein Versprechen birgt:
Er wird weichen.

Herzliche Grüße aus dem Forum St. Peter

Benedikt Feldhaus